BA Fuehrungskraefteseminar

Verstärkung für das Team Reichel

verfasst am 17.04.2026

Verstärkung für das Team

Ich kann mich gleich doppelt über Unterstützung in den kommenden drei Monaten freuen:

In diesem Jahr betreue ich bereits zum vierten Mal einen Stipendiaten im Rahmen des Internationalen Parlaments-Stipendiums (IPS) im Deutschen Bundestag. Das Programm bietet jungen Menschen aus zahlreichen Ländern die Möglichkeit, politische Abläufe aus nächster Nähe kennenzulernen und eigene Perspektiven einzubringen.

Mein diesjähriger Stipendiat kommt aus Polen. Das ist auch für meine inhaltliche Arbeit ein echter Gewinn: Gerade in europäischen Fragen und bei Themen mit Bezug zu unseren östlichen Nachbarn ist der direkte Austausch besonders wertvoll.

Das IPS lebt vom Dialog – und davon, voneinander zu lernen. Für mich ist es jedes Mal bereichernd zu sehen, mit welchem Engagement und welchen Ideen die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Zeit im Deutschen Bundestag gestalten.

Und auch das Heraeus-Stipendium ermöglicht engagierten jungen Menschen, den parlamentarischen Alltag im Deutschen Bundestag aus nächster Nähe kennenzulernen und eigene Erfahrungen in die politische Arbeit einzubringen. Sie haben eine Sache gemeinsam: eine Promotion in Physik. Als Mathematiker freue ich mich über weitere Sichtweisen aus der Naturwissenschaft. Insbesondere bei technischen Fragen rund um die EUDI-Wallet wird Fachwissen gebraucht.

Mein Stipendiat wird mein Team bei der inhaltlichen Vorbereitung, bei Terminen sowie im Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern unterstützen – und gleichzeitig einen umfassenden Einblick in die Abläufe und Entscheidungsprozesse der Bundespolitik erhalten.

Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit und das Lernen von- und miteinander.

Arbeitsmarktpolitik im Dialog: Austausch mit der Bundesagentur für Arbeit

Der enge Austausch zwischen Gesetzgebung und Umsetzung ist entscheidend für eine funktionierende Arbeitsmarktpolitik. Umso wichtiger war der Besuch von Führungskräften der Bundesagentur für Arbeit im Deutschen Bundestag.

Im Gespräch ging es darum, wie politische Entscheidungen aus der Legislative praxisnah in die Arbeit der Exekutive überführt werden können. Gerade im Bereich Arbeitsmarkt zeigt sich, dass gute Gesetze allein nicht ausreichen – entscheidend ist ihre wirksame Umsetzung vor Ort.

Diskutiert wurden aktuelle Herausforderungen ebenso wie konkrete Ansätze, um Verfahren effizienter zu gestalten und den Bedürfnissen von Arbeitnehmern, Unternehmen und Arbeitsverwaltung gleichermaßen gerecht zu werden.

Die Erfahrung zeigt mir, dass im engen Dialog zwischen Politik und Praxis tragfähige Lösungen entstehen. Der Austausch mit der Bundesagentur für Arbeit ist dafür ein wichtiger Baustein.

Titelfoto: privat

Buessemeier MG 9421

Drei Jahre humanitäre Krise im Sudan

Der Krieg im Sudan jährte sich am Dienstag zum dritten Jahr in Folge.

Seit dem 15.04.2023 leiden Millionen Menschen unter Gewalt, Vertreibung und Perspektivlosigkeit. Besonders betroffen sind Mädchen und Frauen.

Sie sind überdurchschnittlich häufig Opfer von Gewalt, Flucht und Ausbeutung. Der Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und Schutz bricht vielerorts weg. Was bleibt, ist oft Unsicherheit – jeden Tag.

Das darf nicht zur Randnotiz werden.

Wir müssen hinschauen, unterstützen und uns weiter für humanitäre Hilfe und Perspektiven einsetzen.

Foto: © Plan International / Anika Büssemeier

EUDI-Wallet: Wo stehen wir?

Die digitale Brieftasche wird zum 02.01.2027 Realität und ist dabei der Schlüssel für einen modernen Staat.

Beim Politischen Abend des Vereins zur Förderung sicherer digitaler Identitäten habe ich in meinem Impuls und der anschließenden Diskussion deutlich gemacht, was jetzt noch vorbereitend zu tun ist: Die EUDI-Wallet ist weit mehr als ein technisches Projekt. Sie ist das zentrale Digitalvorhaben dieser Legislaturperiode.

Wo stehen wir aktuell?
Rechtlich mit dem Entwurf eines digitalen Identitätengesetzes, organisatorisch mit dem Aufbau eines komplexen Ökosystems aus Behörden und Akteuren – und kommunikativ vor der Aufgabe, Vertrauen und Akzeptanz zu schaffen.

Meine Erwartung ist groß: Wir müssen dieses Projekt wie ein modernes Softwareprodukt denken – iterativ, nutzerorientiert und mit klarem Fokus auf praktische Anwendung. Denn die Wallet wird zum Katalysator für Verwaltungsdigitalisierung und ein echter Enabler für die Wirtschaft.

In der Diskussion wurde auch klar: Erfolgsentscheidend sind jetzt drei Punkte – Tempo im Verfahren, saubere organisatorische Umsetzung und vor allem eine überzeugende Kommunikation.

Ich bin überzeugt: Mit eIDAS 2.0 haben wir eine echte Chance. Wenn wir sie richtig nutzen, wird die EUDI-Wallet ab 2027 ein spürbarer Fortschritt im Alltag der Menschen sein.

Während andere Regionen bei KI oder Cloud-Technologien voraus sind, haben Deutschland und Europa bei digitalen Identitäten die Chance, eine führende Rolle einzunehmen. Mit der EUDI-Wallet schaffen wir die Grundlage für einfachere, sichere und vollständig digitale Prozesse – für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Unternehmen.

Plenarrede: Selbstständigkeit in Deutschland

Am Donnerstagabend habe ich während meiner Plenarrede im Deutschen Bundestag ein Thema aufgegriffen, das viele betrifft, aber oft unterschätzt wird: die zunehmende Unsicherheit für Selbstständige.

Ausgangspunkt war die Zuschrift eines IT-Dienstleisters aus Dresden. Seit Jahren erfolgreich am Markt, mit zahlreichen Kunden – und dennoch werden Aufträge nicht vergeben. Nicht wegen fehlender Qualität, sondern aus Sorge vor rechtlichen Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit dem Statusfeststellungsverfahren und der Gefahr der Scheinselbstständigkeit.

Diese Unsicherheit hat konkrete Folgen: Wachstum bleibt aus, Arbeitsplätze entstehen nicht. Das ist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem.

Für mich ist klar: Selbstständige sind ein zentraler Bestandteil unserer Wirtschaft. Sie stehen für Innovation, Verantwortung und bilden die Grundlage für unseren starken Mittelstand. Umso wichtiger ist es, verlässliche und klare Rahmenbedingungen zu schaffen.

Das Statusfeststellungsverfahren sollte eigentlich Rechtssicherheit bieten – in der Praxis führt es jedoch häufig zu Unsicherheit. Genau hier setzen wir an. Die Bundesregierung arbeitet aktuell an einem Gesetzentwurf, der Klarheit schaffen und moderne Arbeitsformen besser berücksichtigen soll.

Entscheidend wird sein, eine ausgewogene Lösung zu finden:
Schutz vor Missbrauch auf der einen Seite – und gleichzeitig die notwendige Freiheit für Selbstständige und neue Geschäftsmodelle auf der anderen.

Mein Ziel ist klar: Mehr Rechtssicherheit, weniger Bürokratie und bessere Perspektiven für Selbstständige in Deutschland.

Die gesamte Rede sehen Sie hier:

Es ist wieder soweit: Politik in Berlin aus nächster Nähe erleben.

Ich lade Sie herzlich zu einer politischen Bildungsfahrt in den Deutschen Bundestag ein. Am 10. und 11. Juni 2026 haben Sie die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des parlamentarischen Alltags zu werfen, spannende Gespräche zu führen und Politik im direkten Austausch zu erleben.

Die Teilnahme an der Fahrt ist kostenfrei. Die Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern, daher werden Anmeldungen von Zweierpaaren bevorzugt. Einzelzimmer können leider nicht garantiert werden.

Wenn Sie Interesse haben, senden Sie Ihre Bewerbung bitte bis zum 15. Mai 2026 an: markus.reichel.wk@bundestag.de.

Ich freue mich auf Ihre Teilnahme und den persönlichen Austausch in Berlin.