Mit dem Freundschaftspass von Dresden nach Polen
Dresden liegt mitten im Herzen Europas – und Polen ist für uns viel näher, als es manchmal scheint. Genau deshalb ist der neue Deutsch-Polnische Freundschaftspass gerade für junge Menschen aus Dresden eine gute Gelegenheit, unser Nachbarland kennenzulernen.
Anlässlich des 35. Jahrestages des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrags stellen Deutschland und Polen jeweils 30.000 kostenlose Interrail-Pässe für junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren bereit. Der Pass ermöglicht sieben flexible Reisetage innerhalb eines Monats im jeweiligen Nachbarland. Bewerbungen sind noch bis zum 22. September 2026 möglich, gereist werden kann zwischen November 2026 und Oktober 2027.
Für Dresden hat dieses Angebot eine besondere Bedeutung. Von hier aus führt der Weg über Görlitz direkt nach Niederschlesien. Zwischen Dresden und Wrocław bestehen bereits direkte regionale Bahnverbindungen. Damit ist Polen für viele Dresdnerinnen und Dresdner kein fernes Reiseziel, sondern unser unmittelbarer Nachbar.
Der Freundschaftspass kann dazu beitragen, dass gerade junge Menschen diese Nähe stärker erleben: Wrocław entdecken, Kraków oder Warszawa besuchen, Menschen kennenlernen und vielleicht auch langfristige Kontakte knüpfen. Denn deutsch-polnische Freundschaft entsteht nicht nur bei politischen Treffen. Sie lebt vor allem von persönlichen Begegnungen.
Gleichzeitig zeigt die Initiative, wie wichtig gute Verkehrsverbindungen zwischen Sachsen und Polen sind. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke im Bereich Görlitz bis zur polnischen Grenze schreiten derzeit voran. Für Dresden bleibt eine leistungsfähige Schienenanbindung Richtung Polen ein wichtiges Thema – für Reisende ebenso wie für Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.
Mein Wunsch ist deshalb: Nutzen wir den Freundschaftspass, um aus geografischer Nähe noch mehr persönliche Nähe zu machen. Gerade Dresden kann dabei eine echte Brücke zwischen Deutschland und Polen sein.
Titelfoto: Canva